Kyffhäuser Kameradschaft Brockhagen-Steinhagen e.V.
Eine Gemeinschaft, die verbindet
Unsere Kameradschaft zeichnet sich durch Offenheit und Zusammenhalt aus. Bei uns spielt es keine Rolle, welchen gesellschaftlichen Stand jemand hat, welchen Beruf er oder sie ausübt oder welchen persönlichen Lebensweg jemand mitbringt. Auch das Alter spielt keine Rolle. Jung und Alt gehören gleichermaßen zu unserer Gemeinschaft. Jeder bringt seine eigenen Erfahrungen, Ideen und Fähigkeiten mit und trägt damit auf seine ganz persönliche Weise zum Vereinsleben bei. Dabei sind wir nicht nur für unsere Vereinsmitglieder da. Auch Menschen, die nicht Mitglied unserer Kameradschaft sind, sind bei unseren Veranstaltungen und gemeinsamen Aktivitäten herzlich willkommen. Denn Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen ihre Türen öffnen und andere mitnehmen. Eine besondere Stärke unserer Kameradschaft ist es, dass wir es schaffen, vier Generationen miteinander zu verbinden. Menschen verschiedener Altersgruppen treffen bei uns aufeinander, tauschen Erfahrungen aus, lernen voneinander und verbringen gemeinsam schöne Stunden. Die jüngere Generation bringt neue Ideen und frischen Schwung mit, während die älteren Generationen ihre Erfahrungen und Geschichten weitergeben. So entsteht etwas Besonderes: ein Miteinander, das über Altersgrenzen hinweg funktioniert. 154 Jahre ist es her, dass der Grundstein für unseren heutigen Verein gelegt wurde. Die lange Zeit belegt, es war eine gute und richtige Entscheidung diesen Verein zu gründen. Die Kyffhäuser Kameradschaft sind in der Zeit zu einem wichtigen Bestandteil unserer Heimat geworden. Zudem sind wir in der Gemeinde Steinhagen der älteste Verein. Bis heute haben wir viel Unterstützung aus der Bevölkerung, Kommune, Kirche, Presse und von Gewerbetreibenden erhalten. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle und natürlich die Aufforderung uns auch weiterhin intensiv zu begleiten. Im Wandel der Zeit haben sich die Kyffhäuser verändert. Sollte man heute besser Kyffhäuser- Team statt Kyffhäuser Kameradschaft heißen? Nein, es ändert sich nicht alles. Auch künftig bleibt neben den Namen die Idee der Gründungsväter erhalten. Wir treten für ein friedliches, geselliges Miteinander und soziales Engagement ein. Ob Tanz in den Mai, Dorfgemeinschaft, Schießsport, Spielenachmittage, Krankenbesuche, usw. es steht die Wertschätzung aller Menschen die diese Elemente mit uns tragen an erster Stelle. Bei Vereinsgründung 1872 galt die Unterstützung den Verwundeten Soldaten, Kriegswitwen und Waisenkindern. Bei der Neugründung 1962 war eine der ersten Aktivitäten, Spenden für die Opfer der Flutkatastrophe von Hamburg, zu sammeln. 2026 liegt mit den dritten Platz des Heimatpreis der Schwerpunkt auf die Jugendarbeit.
Geschichte der Kyffhäuser
„Kyffhäuser“, das ist zunächst ein Berg in Thüringen. Auf ihn wurde 1896 Kaiser Wilhelm I. ein Dankes- Denkmal errichtet als ein für alle Zeiten geltendes Symbol deutscher Einheit, Treue und Verbundenheit: Das „ Kyffhäuser-Denkmal“. Die Errichtung des Kyffhäuser- Denkmals löste um die Jahrhundertwende. Eine starke Bewegung aus Höhepunkt war die Gründung des „ Kyffhäuser Bundes der deutschen Landeskriegerverbände“ am 1. Januar 1900. Überall in Deutschland gründet sich weitere Kameradschaften. Bald waren es rund 22.000 Kameradschaften mit mehr als 2 Millionen Mitgliedern. Ihren Ursprung haben die heutigen Kyffhäuser Kameradschaften in der Gründung einer „ militärischen Schützenbruderschaft“ im Jahre 1786. Durch den zweiten Weltkrieg wurde der Kyffhäuserbund aufgelöst. Die „Wiederbelebung“ das Kyffhäuser Bundes erfolgte ab dem Jahr 1951. Im selben Jahr wurde in Berlin damit begonnen, Frauenkameradschaften zu gründen. Der Kyffhäuserbund wurde offiziell am 30. März 2005 als Schießsportverband vom Bundesverwaltungsamt anerkannt. Kyffhäuser heute, das sind Menschen aller Altersstufen und Bevölkerungsschichten, die im Freiwilligen Zusammenschluss in ihren Kameradschaften zu den ihnen aus ihrer Tradition Erwachsenen Aufgaben soziale Integration sowie das kulturelle, sportliche und gesellige Leben in ihren Ortsteilen beziehungsweise Wirkungsbereichen wesentlich mitgestalten.
Kyffhäuser Kameradschaft Brockhagen
Das Jahr 1872 war das Gründungsjahr des ehemalige Krieger- und Landwehr- und Reservevereins Brockhagen. Bei den Gründungsmitgliedern, so vermutet man, handelte es sich um Teilnehmer der Kriege 1864 und 1870. Nach den glorreichen Siegen stand das Soldatentun in hohen Ansehen. Es bestand der Wunsch, soldatische Tugenden und Kameradschaft im Kreise, gleich gesinnter zu vereinen. Nach der Zeit des Nationalsozialismus, in der der Verein, durch die NS- Diktatur aufgelöst wurde, versuchten ehemalige Brockhagener Teilnehmer, den alten Kriegerverein wieder ins Leben zu rufen. An eine Neugründung war noch nicht zu denken, dennoch wurde ein Ausschuss zur Werbung von Mitgliedern gegründet. Am 7. und 8. September 1963 feierte Brockhagen nach 30-jähriger Unterbrechung wieder ein traditionelles Kriegerfest. Anfang 1964 zählte der Verein bereits wieder 74 Mitglieder. Bei der viertel Jahresversammlung am 15.8.1964 wurde beschlossen, das Angebot vom Kameraden, Hans-Peter Fuchs anzunehmen und einen Teil seiner Scheune bei der Gaststätte Windau zu einem Luftgewehr Schießstand umzubauen. Der Verein richtete zwei Schießbahnen ein und schaffte zwei Luftgewehre an. Es wurde ein Ausschuss für Planung und Ausbau gebildet. 1970 entstand eine Jugendgruppe. Der Schießstand wurde auf sechs Bahnen für Luftgewehr beziehungsweise -pistole ausgebaut. Im Jahre 1973 wurden erstmals auch Frauen als Mitglieder aufgenommen. 1988 wurde die Anerkennung als gemeinnützige Verein sowie die Erlaubnis zur Namens Erweiterung als eingetragener Verein bestätigt. Immer schon bestand der Wunsch, eine moderne Schießsportanlage zu erstellen. Bedingt durch den Neubau des Feuerwehrgerätehaus hatte die Kyffhäuser Kameradschaft, Brockhagen unter großer, finanzieller Unterstützung der Gemeinde Steinhagen und engagierte Eigenleistung der Dorfgemeinschaft, die alten Fahrzeughallen zu ihrem Kameradschaftsheim ausgebaut. Am 16. Juli 1988 fand die Einweihung des neuen Schießstand hinter der alten Dorfschule statt. Am 26. Januar 1996 wurde ein Bauausschuss zum Anbau einer Kleinkaliberschießstätte gegründet Am 22. Januar 1999 löste der ehemalige Jugendwart und Hauptschießwart, Klaus Landwehr den langjährigen ersten Vorsitzenden Robert Meise ab. Im August 2004 wurde das Vereinsheim gründlich renoviert. Die Wände erhielten neue Farbe, die Heizungsanlage modernisiert und der Thekenbereich erneuert. Im Jahr 2017 stand eine umfassende Renovierung unseres Vereinsheims an. Mit viel Engagement und großem persönlichen Einsatz leisteten unsere Mitglieder einen entscheidenden Beitrag zur Umsetzung der umfangreichen Arbeiten. Zusätzlich wurde die Renovierung u.a. durch eine Großspende der Annette-Schlichte-Steinhäger- Stiftung und durch finanzielle Mittel der Gemeinde Steinhagen unterstützt. Durch die Renovierung wurde unser Vereinsheim nicht nur modernisiert, sondern auch barrierefrei und digital auf den neuesten Stand gebracht. So entstand ein zeitgemäßer Ort, der weiterhin Raum für Begegnungen, Veranstaltungen und unser vielfältiges Vereinsleben bietet. Unsere Sportstätte bietet seit dem hervorragende Trainings- und Wettkampfbedingungen für den Schießsport.